Rennfeuertreffen in Luxemburg

Vom 15.-18. Mai 2008 fand in Neuhäusgen in Luxemburg das keltische Bealtaine Festival statt. Als Attraktion auf diesem Festival wurde ein Rennfeuertreffen veranstaltet das von Romain Bohr organisiert und vorbereitet wurde. Es waren 8 Teams aus Belgien, Frankreich und Deutschland anwesend, von denen ebensoviele Öfen aufgebaut wurden. Das dazu benötigte Material, Lehm, Stroh, Weidenruten sowie Holzkohle und Erz zum Betrieb der Öfen war in ausreichender Menge vorhanden. Der von mir gebaute Ofen bestand aus einer Schlackengrube mit einem Durchmesser von 35cm und einer Tiefe von 20cm, welche am Donnerstag Nachmittag aufgebaut wurde. Am Freitag Morgen gegen 9:00 begann dann der Aufbau des eigentlichen Ofens mit einer Höhe von 135cm der sich nach oben auf einen Innendurchmesser von 20cm verjüngte. Es wurden 3 Öffnungen für Luftdüsen vorgesehen, von denen jedoch während des Betriebs nur eine benutzt wurde, die anderen beiden waren als Reserve vorgesehen und wurden während des Betriebs mit Lehmkugeln verschlossen. Der Aufbau des Ofens erfolgte zweischalig. Es wurde zuerst eine innere Hülle errichtet welche mit Weidenruten stabilisiert wurde. Nachdem diese auf die vorgesehene Höhe von 135cm errichtet war wurde im Inneren ein schwaches Feuer entzündet. Während der innere Mantel so bereits trocknen konnte wurde die äussere Schicht aus mit Stroh vermischtem Lehm aufgebracht. Das beigefügte Stroh diente sowohl der Stabilisierung als auch der Verbesserung der Wärmeisolation. Insgesamt wurden so bis zur Fertigstellung des Ofens am Freitag Abend gegen 19:30 ca. 240 Liter Lehm verbaut. Bis gegen 3:00 nachts wurde dann nach und nach durch vermehrte Brennstoffzugabe das im Inneren brennende Feuer verstärkt um die Trocknung zu beschleunigen. Samstag Morgen gegen 9:00 wurde dann der Ofen für den Betrieb vorbereitet. Zunächst musste die Schlackengrube geleert werden die fast vollständig mit Asche und Holzkohleresten vom Trockenfeuern des Ofens gefüllt war. Anschliessend wurde in eine der 3 Öffnungen eine Keramik- Luftdüse eingebaut und mit Lehm abgedichtet. In die Schlackengrube wurden feuchte, kurzgeschnittene Grünholzäste gegeben welche ein Reservoir für die abfließende Schlacke bilden sollten. Darauf wurde dann mittels trockenem Brennholz und einiger glühender Holzkohlen ein Feuer entfacht. Gegen 11:00 wurden die beiden nun nicht mehr benötigten Öffnungen mittels Lehmkugeln verschlossen und abgedichtet. Anschliessend wurde der Ofen schrittweise mit Lärchenholzkohle bis zum oberen Rand befüllt. Zur Luftversorgung wurde ein Elektrogebläse verwendet und die Luft über einen Kunststoffschlauch mit Metallrohrabschluss in die Keramikdüse geleitet. Um 11:30 erfolgte dann die erste Erzzugabe. Es wurde Raseneisenerz mit einer Körnung bis zu 4 mm zugegeben. Pro Charge wurde jeweils ein Volumen von ca. 0,4L Erz und 14L Holzkohle zugegeben. Bis gegen 18:00 wurden so insgesamt 15L Erz zugegeben. Da sich dann auch abzeichnete dass sich die Luftdüse kaum noch von sich absetzender Schlacke freihalten liess wurde die Erzzufuhr eingestellt und der Ofen gegen 19:30 geöffnet. Es war eine Luppe mit einem Durchmesser von ca. 25cm vorhanden, in welcher das Ende der Keramikdüse eingeschlossen war. Die Luppe wurde vor Ort verdichtet und dabei in mehrere Teile geteilt.

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Neue Gestaltung meiner Internetpräsenz

Nachdem meine alte Internetseite nun doch schon einige Jahre alt ist habe ich mich entschlossen diese neu zu gestalten. Wesentliche Änderung ist die neue Struktur, bei der auf eine strikte Trennung zwischen den einzelnen Kategorien verzichtet wird um die Seite für den Betrachter abwechslungsreicher zu gestalten. Ausserdem wird unter der Rubrik "Aktuelles" über Veranstaltungen berichtet und der Fortschritt verschiedener Projekte hier fortlaufend dokumentiert. Zudem wird diese Rubrik archiviert, so dass auch nach einiger Zeit noch die Möglichkeit besteht die älteren Inhalte einzusehen. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Betrachten meiner Seiten,